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Kontakt

Regensburger Rot-Kreuz-Stiftung
c/o BRK Kreisverband Regensburg

Hoher-Kreuz-Weg 7
93055 Regensburg

Tel: 0941 79 60 5-1201

info(at)regensburger-rotkreuzstiftung.de

Der Gründe, eine eigene Stiftung zu gründen, gibt es viele. Nicht zuletzt jedoch hat das am 24. März 2000 verabschiedete "Gesetz zur steuerlichen Förderung von Stiftungen", das rückwirkend zum 1. Januar 2000 in Kraft getreten ist, das hiesige Stiftungswesen beflügelt. Das zeigt, dass das gemeinnützige Engagement durchaus mit eigenen Vorteilen verbunden werden kann: "Wer selbst einen Nutzen hat, wird auch ein gutes Motiv haben, das Gemeinwohl zu befördern", so Bundeskanzler Gerhard Schröder am 3. April 2001.

Die wesentlichen Änderungen der Stiftungssteuerreform in Kürze: Bisher hatte der Stifter lediglich die Möglichkeit, sein finanzielles gemeinnütziges Engagement in Höhe von 5 Prozent des Gesamtbetrages der Einkünfte als Sonderausgabe abzuziehen. Bei wissenschaftlichen, mildtätigen oder als besonders förderungswürdig anerkannten kulturellen Zwecken erhöhte sich dieser Betrag um 5 auf 10 Prozent des Gesamtbetrages der Einkünfte. Lag das gespendete bzw. gestiftete Vermögen als Einzelzuwendung über der 25.565-Euro Grenze, waren sie im Rahmen der Höchstsätze im Veranlagungszeitraum der Zuwendung, im vorangegangenen und in den fünf folgenden Veranlagungszeiträumen abzuziehen (Großspendenregelung). Mit der Stiftungssteuerreform wurde dieser Spendenabzug nun entscheidend erweitert.

Nunmehr hat der Spender, der einer gemeinnützigen Stiftung Mittel zukommen lässt, die Option, neben den oben beschriebenen Abzügen weitere 20.450 Euro p.a. steuerlich geltend zu machen. Der Clou der Reform allerdings betrifft die steuerlichen Vorteile bei der Stiftungsgründung. In diesem Fall sieht das Gesetz einen zusätzlichen Spendenabzug von bis zu 307.000 Euro vor. Der Stifter hat die freie Wahl, diesen Betrag über einen Veranlagungszeitraum von 10 Jahren zu verteilen: Er kann den vollen Betrag im Jahr der Gründung von dem Gesamtbetrag der Einkünfte abziehen oder jährlich 30.700 Euro anrechnen lassen.

Neben den Vorteilen hinsichtlich der Einkommensteuer sei erwähnt, dass die Übertragung des Vermögens auf eine gemeinnützige Stiftung weder der Schenkung- noch der Erbschaftsteuer unterliegt. Das übertragene Kapital bleibt somit ungeschmälert erhalten ­ ein interessanter Aspekt für alle Personen, die zurecht auch das im Laufe des Lebens ersparte Vermögen als Lebenswerk betrachten, das der Stifter auch nach seinem Tod erhalten wissen möchte.

Die Regensburger Rot-Kreuz-Stiftung - eine rechtsfähige Stiftung

Die rechtsfähige Stiftung

Die Regensburger Rot-Kreuz-Stiftung ist eine rechtsfähige Stiftung. Sie hat keine Mitglieder. Verwaltet wird sie vom Stiftungsvorstand, der Stiftungsrat berät den Vorstand. Eine Stiftung entsteht durch das Stiftungsgeschäft, in welchem der BRK Kreisverband Regensburg als Stifter Zweck, Name und Sitz und Organisation in einer Satzung bestimmt. Mit der Vermögensübertragung auf die Stiftung und der Anerkennung durch die Stiftungsaufsicht (im Fall der Regensburger Rot-Kreuz-Stiftung die Regierung der Oberpfalz) entsteht die Stiftung. Die Stiftung verwendet zur Erfüllung ihrer Zwecke nur die Erträge (Zinsen, Dividenden, etc.) ihres unantastbaren Stiftungsvermögens. Die rechtsfähige Stiftung unterliegt den Regelungen der §§ 80 ff BGB und der Kontrolle der staatlichen Stiftungsaufsicht.Eine rechtsfähige Stiftung kann nicht-rechtsfähige Stiftungen verwalten. 

Die nichtrechtsfähige Stiftung

Die nichtrechtsfähige Stiftung wird auch als unselbständige oder treuhänderische Stiftung bezeichnet. Genauso wie bei der rechtsfähigen Stiftung stellt der Stifter - zur Erreichung eines von ihm gewählten Zweckes - ein bestimmtes Vermögen dauerhaft zur Verfügung. Im Unterschied zur rechtsfähigen Stiftung besitzt sie keine Rechtspersönlichkeit. Zu ihrer Errichtung bedarf es einer vertraglichen Vereinbarung (in der Regel ein Treuhandvertrag) zwischen dem Stifter und dem vorgesehenen Träger der Stiftung und der Übertragung des gestifteten Vermögens auf diesen Träger. Einer Annerkennung durch die Stiftungsbehörde bedarf es nicht. Der nichtrechtsfähigen Stiftung unter Lebenden liegt entweder eine Treuhandabrede oder eine Schenkung unter Auflage zugrunde. Diese Stiftungsform unterliegt nicht dem Stiftungsrecht, d.h. eine staatlich Aufsicht findet nicht statt. Steuerrechtlich ist sie jedoch der rechtsfähigen Stiftung gleichgestellt. Sie ist gebräuchlich um kleinere zweckgebundene Vermögen einzelner Stifter unter einem Dach zu verwalten.